Psychoonkologie                                                                             Kompetenz als Wegbegleiter


Psychoonkologie, Lebensqualität, Unterstützung, Begleitung, Beratung, Therapie, Coaching
Mehr Lebensqualität - Glück selbst erschaffen

 

 

 

„Wir müssen bereit sein,

 

uns von dem Leben zu lösen,

 

das wir geplant haben,

 

damit wir in das Leben finden,

 

das auf uns wartet.“   

 

 

 

Oscar Wilde

 


Professionelle Unterstützung und Begleitung von Krebspatienten und ihren Angehörigen während und nach der medizinischen Therapie.


 

Erfahren Sie hier mehr über folgende Themen:

  • Warum Psychoonkologie?
  • Krebserstehung - kurz erklärt
  • mögliche Ursachen
  • Diagnose  Krebs - was nun?
  • Was kann Psychoonkologie leisten? 


Sie interessieren sich für Psychoonkologie? Sich für dieses Thema zu interessieren bedeutet meist selbst erkrankt zu sein oder einen Angehörigen oder Freund zu haben, der an einer Krebserkrankung leidet.

 

Ganz viele Fragen wären nun zu beantworten! Aber wer ist der Experte?

 

Meist ist der an Krebs erkrankte Patient selbst zunächst sein bester  Experte!                               Warum? Er kennt sich selbst am besten!

 

  • Er weiß, wann es ihm gut geht oder schlecht.
  • Er weiß, welche Nahrungsmittel er im Moment verträgt und welche nicht.
  • Er weiß, wann er müde ist und was ihm zurzeit schwerfällt.
  • Er weiß, ob er gut schlafen kann oder ob er nachts oft lange wach liegt.
  • Er weiß, dass ihn dann seine Gedanken nicht mehr einschlafen lassen.
  • Er weiß auch, wie resigniert er im Moment ist. Wie verunsichert...

 

Jeder redet auf ihn ein. Vielleicht meint es auch jeder gut mit ihm. Schließlich soll doch was getan werden! Nicht nur dasitzen und abwarten! Nur keine Zeit verstreichen lassen! Die Zeit verfliegt so schnell! Und man darf doch keine Chance ungenutzt lassen!

Angehörige sind oft überfordert, Ärzte haben nicht den Raum, den Patienten entsprechend aufzufangen.

 

 

Vielleicht wäre es gut, einen Begleiter zu haben. Jemanden, der sich mit Krebserkrankungen auskennt. Der hilft, die vielen Fragen anzuschauen. Der den Patienten auf seinem Weg begleitet.                                                                        

Partnerschaftlich. Kompetent. Lösungsorientiert.

 

 

Hier leistet die Psychoonkologie wertvolle Dienste:

 

Ich sehe mich, neben der medizinischen Therapie, als ergänzend begleitender und unterstützender Therapeut/Berater/Coach, der partnerschaftlich zusammen mit dem Patienten individuell herausfindet, was dieser im Moment am dringendsten braucht.

 

 

Als zertifizierte Psychoonkologin (WPO) umfasst mein Arbeitsgebiet die Unterstützung und Begleitung von Krebspatienten und ihren Angehörigen.

Die Patientenführung geschieht gemäß der S3 Leitlinie für psychoonkologische Beratung und Behandlung von Patienten.

 

Das Zertifikat sowie die S3 Leitlinie sind von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) anerkannt.

 

 

Ziel ist es, dem Patienten Werkzeug an die Hand zu geben, um wieder Sinn im Leben zu sehen, einen anderen Blickwinkel einzunehmen, Spaß am Leben zu haben, Neues für sich zu entdecken und um sich selbst wieder lieben zu lernen.

 

 



Krebsentstehung - kurz erklärt


Tumorerkrankungen sind nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.

Täglich produziert unser Körper eine große Anzahl neuer Körperzellen. Um sich teilen zu können, benötigen gesunde Zellen spezielle Signale.

Außerdem sind die Zellen fähig, "Selbstmord" zu begehen, wenn sie Schäden aufweisen (Apoptose).

Dadurch wird das Gleichgewicht zwischen neugebildeten und abgestorbenen Zellen im Gewebe erhalten.

Krebszellen reagieren jedoch oftmals nicht mehr auf die Signale, die diesen programmierten Zelltod einleiten sollen.

Wie werden aus gesunden Zellen Krebszellen?

Bis aus gesunden Zellen Tumorzellen werden, vergehen oftmals viele Jahre bis Jahrzehnte.

Bei jeder Zellteilung wird das Erbmaterial, die DNA, verdoppelt und auf die beiden Tochterzellen verteilt.

Dabei kann es zu Kopierfehlern kommen. Schon vorhandene Fehler werden weitergegeben und können ihrerseits zu weiteren Fehlern führen. Solche Veränderungen an der Erbsubstanz nennt man Mutationen.

Mit der Zeit häufen Zellen immer mehr Mutationen an. Im Durchschnitt sind zehn Veränderungen am Erbmaterial nötig, um aus einer gesunden Zelle eine Tumorzelle zu machen.

Das gemeinsame Merkmal von Tumorzellen ist das unkontrollierte Wachstum, welches invasiv gesundes Gewebe verdrängen und zerstören kann.  Maligne Zellen sind oft unreif oder undifferenziert und verändern sich schnell. Das bedeutet, dass sie sich schnell an neue Bedingungen anpassen können. Daher ist es ihnen möglich durch Zellverschleppung (z. B. durch den Blutkreislauf) Absiedlungen in anderen Geweben und Organen zu bilden (=Metastasen).



Mögliche Ursachen...


Über die Ursachen bei der Krebsentstehung gibt es viele Hypothesen und Theorien.

 

Einige dieser Erklärungen sind bereits belegt. Es gibt Studien, die zeigen, dass die Entstehung von Tumorzellen mit gewissen Arten von Lebensführung und Lebensordnung korreliert.

 

 

Lebens- und Umweltbedingungen

 

Krebshäufigkeiten variieren von Land zu Land sehr stark. Dies hängt u.a. mit Faktoren der Umwelt und des Verhaltens zusammen.

 

Bekannte Faktoren sind:

 

  •         Tabak: Aktiv- und Passivrauchen
  •          übermäßiger Alkoholkonsum
  •          Übergewicht
  •          ballaststoffarme Ernährung
  •          Nahrungszusatzstoffe
  •          Acrylamide durch zu heißes Bratfett
  •          hoher Verzehr von Räucherwaren
  •          häufige Infektionen /Mikroentzündungen
  •          Umweltschadstoffe (Pestizide, Asbest, etc.)

 

 

 

Meist kommen mehrere Faktoren zusammen, die über einen längeren Zeitraum bestehen.

 

 

Die Komplexität der Faktoren, die die Entstehung von Krebserkrankungen begünstigen und der Umgang mit der Erkrankung selbst, bedingen die extrem variablen Verläufe bei Patienten und damit die sehr unterschiedlichen Therapieergebnisse.

 

 

 

 

 

Psychoneuroimmunologie (PNI)

 

Die PNI ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit der Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigt.

Studien belegen, dass die Psyche einen großen Einfluss auf Veränderungen im Nervensystem und Immunsystem hat.

Stress bewirkt einen Anstieg des Cortisolspiegels. Dauerstress lässt diesen nicht mehr absinken. Bei dauerhaft erhöhtem Cortisolspiegel wird u.a. die Neubildung weißer Blutzellen (Leukozyten und Lymphozyten) gehemmt und die Immunabwehr unterdrückt. Das Risiko einer Infektionserkrankung erhöht sich. So können im Körper Mikroentzündungen entstehen, die u.a. zu DNA-Schädigungen führen können. Das Immunsystem ist nicht mehr in der Lage, die „schlechten“ Zellen zu beseitigen.

 

Patiententheorien

 

Darüber hinaus hat jeder Krebspatient seine eigene Theorie, warum er an dieser Krankheit leidet:

  •      Ich habe mich nicht gesund ernährt.
  •      Ich habe nie Sport getrieben, mich zu wenig bewegt.
  •      Ich war immer im Stress, hatte nie Zeit für mich und meine Familie
  •      Ich konnte nie „nein“ sagen. War immer nur für andere da. Habe nicht genug für mich selbst gesorgt.
  •     Ich hatte in letzter Zeit viele Sorgen. Ich komme über den Tod eines nahen Verwandten nicht hinweg.
  •    Die Trennung von meinem Partner hat mich hart getroffen. Ich weiß nicht mehr weiter.

 

Auch dies sind alles Faktoren, die in die Tumorgenese mit hineinspielen können.



Diagnose Krebs - Was nun?!


Die Diagnose Krebs kommt manchmal ohne Vorwarnung. Es ist für viele ein Schock! Ein Gefühl als würde der Boden unter den Füßen weggezogen, die Luft zum Atmen genommen.

Andere haben schon länger den Eindruck, dass irgendetwas mit ihnen nicht stimmt. Die Diagnose bringt dann die Ernüchterung: – Krebs – ich habe schon so etwas geahnt…

Wut und Verzweiflung machen sich breit: Warum gerade ich? Warum gerade jetzt?

Ein Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit lähmt den Körper.

Die Gedanken kreisen nur noch um das eine Thema:

Wem erzähle ich von meiner Erkrankung?

Kann ich das meinen Liebsten zumuten?

Werde ich wieder gesund?

Kann ich wieder in meinen Beruf zurück?

Wer betreut nun meine Kinder?

Muss ich viele Schmerzen ertragen?

Kann ich diese Krankheit überhaupt besiegen?

Um mit einer Tumorerkrankung umgehen zu lernen, ist ein Netzwerk aus verschiedenen Bereichen von unschätzbarem Wert.

Es braucht verschiedene Experten in unterschiedlichen Disziplinen:

  • Da wäre zunächst ein Hausarzt des Vertrauens. Hier beginnt meist der lange Weg, den der Patient zu gehen hat. Alle Fäden sollten hier zusammenlaufen was Diagnostik, anstehende Therapie und Medikation angeht. Er kennt den Patienten am besten. Vielleicht schon seit einiger Zeit. Sind bisher regelmäßig eingenommene Medikamente mit denen nun für die Krebstherapie eingesetzten Medikamenten kompatibel?
  • Welches Krankenhaus kommt in Frage? Gibt es Häuser, die für meine Art der Erkrankung speziell ausgebildete Ärzte haben? Werde ich operiert? Medikamentös therapiert? Werde ich entsprechend aufgeklärt? Fühle ich mich hier gut aufgehoben?
  • Habe ich nette Menschen im direkten Umfeld oder Familie mit denen ich über meine Erkrankung reden kann? Kenne ich jemanden, der im Notfall verschiedene Dinge für mich erledigen kann, wenn es mir gerade nicht so gut geht?
  • Ich habe trotz guter Betreuung immer noch viele Fragen und Ängste, bin oft niedergeschlagen und weiß nicht mehr weiter! Wer könnte mir da noch helfen?

 


 Hier bietet psychoonkologischer Support ein großes Feld an Möglichkeiten.

 Lesen Sie weiter was die Psychoonkologie alles leisten kann…

 

 

 

Was kann Psychoonkologie leisten?


Krebspatienten werden mit vielen Belastungen und Anforderungen konfrontiert. Welche Unterstützungsnotwendigkeiten sich daraus ergeben, sollte ganz individuell auf den erkrankten Menschen ausgerichtet sein. Selbst bei scheinbar gleicher Erkrankung reagiert jeder Mensch anders: sei es auf die im Krankenhaus anstehende Therapie im physisch körperlichen Bereich oder sei es seine Art mit der Krankheit umzugehen im psychisch emotionalen Bereich.

Die Psychoonkologie ist ein eigenes Arbeitsgebiet im onkologischen Kontext.

Sie befasst sich mit dem Erleben einer Krebserkrankung, der Ermittlung von sozialen Ressourcen und der Beratung bzgl. aufkommender Probleme im Zusammenhang mit der Therapie. Aufgabe ist es konkrete Unterstützungs- und Behandlungsangebote anzubieten und den Patienten dort abzuholen, wo er im Moment steht. Mit eingeschlossen sind neben dem betroffenen Patienten auch bei Bedarf seine Angehörigen.

Viele therapeutische Verfahren und Interventionen der Psychoonkologie sind bereits eingehend erforscht. Sie wurden in den S3-Leitlinien zur Psychoonkologie (Link ↓) schriftlich fixiert. Im Rahmen von Zertifizierungen sind sie integrativer Bestandteil der Behandlungsleitlinien für Krebspatienten.

Zentrale Aufgaben der psychoonkologischen Betreuung und Versorgung sind:

 

·       Patientenverständliche und bedarfsgerechte Beratung in Bezug auf das Krankheitsbild

 

  • Psychoedukation (Vermittlung von medizinischem Wissen zum besseren Krankheitsverständnis)

 

·      Psychoonkologische Diagnostik

  • Welche Probleme treten im Zusammenhang mit der Krebserkrankung zusätzlich auf?

 

·       Psychoonkologische Therapie zur Unterstützung der    Krankheitsverarbeitung, gezielte Behandlung psychischer, sozialer und funktionaler Problematiken:

  • Wie gehe ich mit meiner Erkrankung um und wie kann ich sie in den Alltag integrieren?
  • Ängste, Ohnmacht und Hilflosigkeit verstehen und begleiten
  • Umgang mit Fatique (chron. Müdigkeit infolge der Erkrankung und der Therapie)
  • besserer Umgang mit Schmerzen
  • Stärkung der pysischen Widerstandskraft
  • Steigerung der Lebensqualität
  • Aktivierung eigener Ressourcen
  • kompementärmedizinische Unterstützung

 

 

Ziel ist es, die anstehenden Herausforderungen auf physischer und psychischer Ebene zu meistern und die innere Balance wieder zu gewinnen.